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Beim Wandern zu Österreichs Hütten treffen Sie Menschen wie Ambros Aichhorn

Wenn es Sie in die Berge zieht, um dort ganz besondere Menschen kennenzulernen, dann sollten Sie unbedingt Ambros Aichhorn auf seinem Archehof besuchen. Ambros Aichhorn ist der Noah des 21. Jahrhunderts: Er liebt Tiere und bewahrt seltene Nutztierrassen vor dem Aussterben.

Der Archehof – ein ganz besonderer Bauernhof in Österreich

Der Bergbauernhof von Ambros Aichhorn liegt in einer Höhe von 1.070 bis 1.400 Metern. Insgesamt bewirtschaftet Ambros Aichhorn 20,6 ha oberhalb der Ortschaft Goldegg-Weng. Die Heuarbeit ist in dieser Höhe besonders fordernd, auf die Hilfe eines Traktors kann man sich hier nicht mehr verlassen. Darum werden die Wiesen heute noch mit der Sense gemäht. Im Sommer sind Interessenten sehr gerne zum “meditativen Heuen” eingeladen.

Wer ist Ambros Aichhorn wirklich?

Ambros wurde in Großarl geboren und hat sich seit Kindheitstagen für die Natur und Tiere interessiert. Schon als Kind hatte er von Wühlmäusen über Hummeln bis Vögel alle möglichen Tiere untersucht. Später studierte er Theologie und ließ sich zum Priester weihen. Das Unterrichten von Jugendlichen machte ihm jedoch mehr Spaß als das Priesteramt und so lehrte er am Salzburger Gymnasium Borromäum Biologie.

Heute lebt er auf seinem Bergbauernhof, dem Archehof, in Goldegg-Weng. “Goaßpfarrer”, “Vogelpfarrer” oder auch “Hummelpfarrer” wird er von den Einheimischen genannt. Er hat sich auf vom Aussterben bedrohte Haustierrassen spezialisiert und züchtet diese mit all ihren ursprünglichen Eigenschaften. Dazu gehören zum Beispiel die richtige Fellfarbe, die Hornform und der Lebensraum im Freien und auf Hochalmen während des gesamten Jahres. Naturwissenschaften und Theologie passen für Ambros Aichhorn perfekt zusammen: Auf seinem Bergbauernhof ist er umgeben von dem, was für ihn die Schöpfung ausmacht.

Die Tiere auf Ambros Aichhorns Archehof

Zu den seltenen Tieren auf dem Archehof zählt zum Beispiel das naturfarbene Altsteirische Huhn, dessen Nest in drei Metern Höhe liegt und somit vor Fuchs und Marder geschützt ist. Auch die Österreichnatter ist weithin unbekannt: Ein Exemplar lebt in der Küche des Bergbauernhofes. Siebenschläfer, Haselmaus und Tiroler Baumschläfer tummeln sich in der Gegend rund um den Archehof. Die dunkle Biene und verschiedene Hummelarten bauen ihre Kolonien in speziellen Zuchtkistchen. Sie dienen der Erforschung der Hummelbiologie.

Auch besondere Pflanzen und botanische Seltenheiten sind rund um den Bergbauernhof von Ambros Aichhorn zu finden. Statt Pflaumen wachsen hier zum Beispiel die kleinen runden Punzen.

Schüler und Erwachsene sind am Bergbauernhof stets herzlich willkommen. Die Tiere freuen sich auf Streicheleinheiten, und es gibt so allerhand Einzigartigkeiten zu entdecken.

Wenn Sie also einmal etwas ganz Anderes, Traditionelles und Naturbezogenes erleben möchten, dann sollten Sie Ambros Aichhorn unbedingt auf seinem Bergbauernhof besuchen.

Bildquelle: Bayrischer Rundfunk

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