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Auf den Spuren des Enzians am Salzburger Almenweg

Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an einen schönen Sommertag in den Alpen denken? Strahlender Sonnenschein, duftende Gebirgswälder, herrliche Panoramablicke, saftige Almen. Und dazwischen: verschiedene Blumen in allen Farben und Formen. Botanisch Interessierte finden darunter auch so manche Rarität wie etwa den berühmten Enzian, der sich im Laufe der Geschichte zum Sinnbild alpenländischer Tradition und Romantik entwickelte.

Eine Blume – viele Formen

Rund 35 Arten der berühmten Blume finden sich im gesamten Alpenraum. Das Farbenspektrum ihrer Blüten umfasst strahlendes Violett, kräftiges Gelb, weiche Pastelltöne und vieles mehr. Symbol unseres Almenweges ist der „Alpen-Enzian“, dessen Blüten in einem kräftigen Blau erstrahlen.

Diese Art des Enzians wächst in Höhenlagen zwischen 2.000 und 2.600 Metern. Auf vielen Etappen des Almenweges haben Sie daher die Chance, eines der seltenen Exemplare zu entdecken. Wer sie finden will muss allerdings genau hinsehen: Der Alpen-Enzian wird nur 4 – 7 Zentimeter groß. Die kelchförmige Blüte scheint direkt aus dem Boden zu wachsen.

Verwendung und Wirkung des Enzians

Seit jeher stehen Enziangewächse in dem Ruf bei richtiger Verarbeitung unterschiedliche Wirkungsformen zu entfalten. Das bekannteste Produkt ist heute der wohlschmeckende Enzianschnaps. Auf den 120 Almen entlang des Salzburger Almenweges finden Sie eine Vielzahl bewirtschafteter Hütten. Manch ein Hüttenwirt kennt hier noch das Geheimnis, wie aus dem Enzian Schnaps gebrannt wird und lässt Sie gerne von dem klaren Getränk kosten.

Quelle für den berühmten Schnaps ist aber nicht – wie viele meinen – der streng geschützte blaue Alpen-Enzian, sondern die Wurzel des viel größeren Gelben Enzians. Auch er begegnet Ihnen entlang des Almenweges und sticht mit einer Wuchshöhe von 50 bis 150 Zentimetern vielleicht sogar eher ins Auge. Neben Schnaps werden aus den Gelben Enzianen auch bitter schmeckende Essenzen gewonnen, die sich anregend auf die Verdauung auswirken und auch gegen Kopfschmerzen und Fieber helfen sollen.

Wanderurlaub mit der FamilieEin verlässlicher Begleiter

Wer den blauen Alpen-Enzian einmal genauer betrachten möchte, der kann das in der Regel von April bis Juli tun. In dieser Zeit blüht die kleine Blume an kargen Felsspalten und auf den oberen Magerwiesen und Weiden. Dank des kräftig strahlenden Blaus seiner Blüten fällt er trotz seiner geringen Größe sofort ins Auge – nicht zuletzt ein Grund, warum er das Symbol des Almenweges wurde: Gut sichtbar weist er auf unseren Markierungen den Wanderern stets den richtigen Weg. Und wer am Ziel angelangt ist, auf den wartet der Enzian dann ja vielleicht in einem kleinen Gläschen…

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