Elementar-Naturlehrpfad in Hüttschlag
Vom Talschluss zum Schödersee
Der Schödersee ist der einzige periodische See im Nationalpark Hohe Tauern. Zur Zeit der Schneeschmelze und nach starken Regengüssen bildet sich im Schödertal (Fußweg ca. 1 ½ Stunden) ein mehrere hundert Meter langer, breiter See in dem sich die umliegenden Gipfel der hohen Tauern spiegeln. In der Trockenperiode im Sommer versiegt der See nahezu komplett, übrig bleibt nur ein schmaler Bach, der erst tosend über mehrere Steilstufen ins Schödertal hinabfällt und sich schließlich gemächlich durch den breiten Boden des periodischen Sees schlängelt, bevor er dann zwischen ein paar Steinen verschwindet und ins Reich der Unterwelt abtaucht, um einige hundert Meter weiter unten wieder sprudelnd ans Tageslicht zu kommen.
Der Weg zum See ist höchst interessant: Erst begleitet einen das Wasser in seinen unterschiedlichsten Varianten: Von glasklar und ruhig fließend im Talboden und durch den Ötzlsee bis hin zu wild rauschend und laut tosend über die mit Moos bewachsenen Steine. Entlang des Weges berichten ab dem Parkplatz „Stockham“ beim Talwirt 45 Schautafeln über Natur, Geologie, Fauna, Flora und Geschichte des Tales. Und plötzlich wird es ruhig, fast unheimlich ruhig. Man weiß erst nicht warum. Schließlich bemerkt man, dass das Wasser nicht mehr da ist und das Rauschen des Baches fehlt, der in diesem Wegabschnitt unterirdisch fließt.
Feucht-Biotop-Lehrweg in Hüttschlag
Vom Talmuseum im Hüttschlager Talschluss in nördliche Richtung (talauswärts) bis zum alten Haussteingut, einem ehemaligen Bauernhof führt ein Lehrweg, der auf rund 20 Schautafeln die Blumen dieser urwüchsigen Aulandschaft erklärt. Vom Wollgras bis zu den herrlich blühenden Orchideen. Gehzeit ca. 20 min.


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